Die Satzung

Der Trägerverein der Familienerholungs- und Tagungsstätte Sulzbürg stellt sich vor.

Satzung des Vereins „Freundesring Sulzbürg e. V.“

§ 1  Name, Sitz und Verbandszugehörigkeit

  1. Der am 8. Juli 1933 gegründete Verein führt den Namen „Freundesring Sulzbürg e. V.“ Er hat seinen Sitz in Mühlhausen/Sulzbürg und ist in das Vereinsregister eingetragen.
  2. 1Der Verein ist an das Bekenntnis und die Ordnungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gebunden.
    2Er gehört im Sinne des Diakoniegesetzes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern als ordentliches Mitglied dem  Diakonischen Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern – Landesverband der Inneren Mission e. V. an und ist damit mittelbar auch dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen.

§ 2  Zweck des Vereins

  1. 1Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
    2Der Verein ist selbstlos tätig.
    3Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  2. 1Der Verein erfüllt diese Zwecke, indem er – in Anlehnung an die Tradition des ehemaligen Landesverbandes Evang. Arbeiterinnenvereine Bayerns – Menschen in besonderen Lebenslagen Hilfe gewährt.
    2Er betreibt hierzu die Familienerholungs- und Tagungsstätte in Sulzbürg und erfüllt damit  kirchliche, diakonische und soziale Aufgaben der Diakonie der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.
    3Insbesondere nimmt der Verein folgende Aufgaben wahr:

    1. Angebote und Durchführung von Maßnahmen für behinderte und nichtbehinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Familien mit sozialen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen zum Zwecke der gesellschaftlichen Integration, Rekreation und Rehabilitation;
    2. Veranstaltungen auf dem Gebiet der Familienhilfe und Familienerholung für steuerbegünstigte Personen;
    3. Veranstaltung von Tagungen, die der Erziehung, Ausbildung und Fortbildung dienen;
    4. Angebote und Durchführung von Freizeiten, Lehrgängen, Rüstzeiten, Treffen und internationalen Begegnungen für Jugendliche und Erwachsene;
    5. Beteiligung an Maßnahmen der vorgegebenen Zielsetzung in Zusammenarbeit mit kirchlichen, kommunalen oder gemeinnützigen Trägern;

  3. Die Mitgliederversammlung kann mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen die Aufnahme anderer diakonischer Aufgaben als der in Absatz 2 Satz 3 genannten beschließen, soweit diese dem Vereinszweck gemäß Absatz 2 Satz 1 und 2 entsprechen und es sich dabei um steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung handelt.
  4. Bei der Erfüllung seiner Aufgaben trägt der Verein auch Sorge für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern.

§ 3  Selbstlosigkeit

  1. 1Alle Mittel des Vereins, auch etwaige Gewinne, dürfen nur für seine satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
    2Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
    3Sie erhalten weder bei ihrem Ausscheiden noch bei Auflösung des Vereins irgendwelche Anteile am Vereinsvermögen.

  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4  Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden. Natürliche Personen müssen  einer Kirche angehören, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland angeschlossen ist. In begründeten Ausnahmefällen können auch natürliche Personen Mitglieder im Verein werden, die keiner Kirche angehören, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland angeschlossen ist.

  2. 1Über die Aufnahme als Mitglied im Verein, die einen schriftlichen Antrag voraussetzt, entscheidet der Vorstand.
    2Gegen die Ablehnung der Aufnahme durch den Vorstand, die nicht begründet zu werden braucht, steht dem Bewerber/der Bewerberin die Berufung an den erweiterten Vorstand zu.

  3. 1Der Austritt aus dem Verein erfolgt durch schriftliche Erklärung an den Vorstand.
    2Bei Austritt ist der Mitgliedsbeitrag für das laufende Jahr noch zu entrichten.

  4. 1Mitglieder, die aus einer der in Absatz 1 genannten Kirchen austreten, ohne in eine andere einzutreten, die ihrer Beitragspflicht trotz zweimaliger Mahnung nicht nachkommen oder die sonst den Interessen des Vereins zuwiderhandeln, können durch Beschluss des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden.
    2Gegen den Ausschluss kann an den erweiterten Vorstand Berufung eingelegt werden.

§ 5  Mitgliedsbeitrag

Von den Mitgliedern wird ein Beitrag erhoben, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird.

§ 6  Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 7 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der erweiterte Vorstand,
  3. der Vorstand.

§ 8 Die Mitgliederversammlung

  1. 1Ordentliche Mitgliederversammlungen finden einmal jährlich statt.
    2Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder mindestens 1/10 der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Zweck und Gründen verlangt.

  2. 1Die Einladung zu den Mitgliederversammlungen erfolgt mindestens 14 Tage vor der Versammlung durch schriftliche Verständigung der Mitglieder unter Angabe von Ort, Zeitpunkt und Tagesordnung.
    2Die Versammlung wird von dem/der 1. Vorsitzenden des Vereins, bei dessen/deren Verhinderung von dem/der 2. Vorsitzenden des Vereins, einberufen und geleitet.

  3. Der Mitgliederversammlung obliegen:

    1. Genehmigung des Jahresberichtes und der Jahresrechnung,
    2. Entlastung des erweiterten Vorstandes,
    3. Wahl des erweiterten Vorstandes,
    4. Beratung und Beschlussfassung über ordnungsgemäß gestellte Anträge,
    5. Beratung und Beschlussfassung über die Aufnahme neuer Aufgaben gemäß § 2 Absatz 3 der Satzung,
    6. Beschlussfassung über die Höhe des Mitgliedsbeitrages,
    7. Beschlussfassung über Satzungsänderungen,
    8. Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

  4. 1Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit in Absatz 5 nicht etwas anderes bestimmt ist.
    2Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht mitgerechnet.
    3Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

  5. 1Beschlüsse über Satzungsänderungen oder über die Auflösung des Vereins bedürfen der Zustimmung von drei Viertel der abgegebenen Stimmen.
    2Beschlüsse über Satzungsänderungen bedürfen außerdem der Genehmigung des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

  6. 1Abstimmungs- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder.
    2Stimmrechtsübertragung ist nicht zulässig.

§ 9   Der erweiterte Vorstand

  1. Der erweiterte Vorstand besteht aus:

    1. dem/der 1. Vorsitzenden des Vereins,
    2. dem/der 2. Vorsitzenden des Vereins,
    3. dem Kassierer/der Kassiererin,
    4. dem Schriftführer/der Schriftführerin,
    5. mindestens zwei Beisitzern/Beisitzerinnen.

  2. 1Die Mitglieder des erweiterten Vorstands werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von fünf Jahren gewählt.
    2Gewählt kann nur werden, wer einer Kirche angehört, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland angeschlossen ist.
    3Wiederwahl ist zulässig.
    4Mindestens 1/3 der Mitglieder des erweiterten Vorstands sollen Frauen sein.
    5Eine(r) der beiden Vorsitzenden soll eine Frau sein.
    6Ein Mitglied des erweiterten Vorstandes soll ein fachkundiger Vertreter bzw. eine fachkundige Vertreterin der Evang.-Luth. Kirche Bayerns sein. 
    7Der erweiterte Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt.
    8Bei Ausscheiden eines seiner Mitglieder während der Amtsdauer ergänzt sich der erweiterte Vorstand aus den Vereinsmitgliedern für den Rest der Wahlperiode selbst.

  3. 1Der erweiterte Vorstand setzt die allgemeinen Grundzüge der Vereinstätigkeit fest und berät und entscheidet über alle Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung und dem Vorstand vorbehalten sind.
    2Ihm obliegt die Führung der Vereinsgeschäfte.

  4. 1Der erweiterte Vorstand tritt im Bedarfsfall, mindestens aber einmal jährlich sowie auf schriftliches und begründetes Verlangen von mindestens drei seiner Mitglieder unter Angabe von Zweck und Gründen zusammen.
    2Er wird von dem/der 1. Vorsitzenden des Vereins, bei dessen/deren Verhinderung von dem/der 2. Vorsitzenden des Vereins, einberufen und geleitet.
    3Die Einberufung ergeht schriftlich mit einer Frist von mindestens einer Woche unter Angabe von Ort, Zeitpunkt und Tagesordnung.

  5. 1Der erweiterte Vorstand ist berechtigt, aus den Vereinsmitgliedern beratende Ausschüsse zu bilden.
    2Für diesen Fall gibt sich der erweiterte Vorstand eine Geschäftsordnung.
    3Fragen über allgemeine Grundsätze der Vereinstätigkeit können nicht auf beratende Ausschüsse übertragen werden.

  6. 1Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.
    2Stimmenthaltung und ungültige Stimmen werden nicht mitgerechnet.
    3Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
    4Zur Beschlussfassung ist die Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder des erweiterten Vorstands notwendig.

§ 10 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus:

    1. dem/der 1. Vorsitzenden des Vereins,
    2. dem/der 2. Vorsitzenden des Vereins.

  2. 1Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
    2Jedes Mitglied des Vorstands ist einzeln vertretungsberechtigt.
    3Die Vertretungsbefugnisse des Vorstands sind nach außen unbeschränkt.
    4Dem Verein gegenüber sind die beiden Vorsitzenden an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des erweiterten Vorstandes gebunden.

§ 11 Prüfung der Geschäfts- und Wirtschaftsführung

1Die Prüfung der Geschäfts- und Wirtschaftsführung wird von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgenommen, die vom Vorstand beauftragt wird.
2Der Mitgliederversammlung ist über das Ergebnis der Prüfung Bericht zu erstatten.

§ 12 Beurkundung der Beschlüsse

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung, des erweiterten Vorstandes, der beschließenden Ausschüsse und des Vorstands werden im Wortlaut schriftlich niedergelegt und die Niederschriften vom Versammlungsleiter/von der Versammlungsleiterin und vom Schriftführer/von der Schriftführerin unterzeichnet.

§ 13 Anfallsberechtigung

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins nach Abzug der bestehenden Verbindlichkeiten an die Evang.-Luth. Kirche in Bayern mit der Auflage, es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im  Sinne des § 2 dieser Satzung zu verwenden.

Stand 10. Oktober 2009