Nachhaltigkeitsleitlinien

„Wir sind überzeugt, dass das spirituelle Erbe des Christentums eine inspirierende Kraft zur Bereicherung Europas darstellt. Aufgrund unseres christlichen Glaubens setzen wir uns für ein humanes und soziales Europa ein, in dem die Menschenrechte und Grundwerte des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Toleranz, der Partizipation und der Solidarität zur Geltung kommen. Weil wir die Person und Würde jedes Menschen als Ebenbild Gottes werten, treten wir für die absolute Gleichwertigkeit aller Menschen ein.“

(aus „Charta Oecumenica“ vom 22. 04.2001,III/7 und 8)

  • Es ist uns ein Anliegen, ein christliches Menschen- und Wertebild zu leben. Wir tragen in uns die Überzeugung, dass Gott sich jeder Kreatur liebend zuwendet. Diese Gewissheit versuchen wir mit unseren Gästen zu leben.

  • Wir wollen unseren Gästen in Achtsamkeit begegnen und ihnen einen Ort der Sicherheit bieten. Deshalb schützen wir die Würde und Unversehrtheit unserer Gäste.

  • Menschen mit Beeinträchtigungen an Seele oder Leib sind in unserem Haus besonders willkommen. Unser Haus soll Begegnung und Erholung in einem behüteten Raum ermöglichen.

  • Zu unseren demokratischen Grundrechten gehört die Glaubensfreiheit. Dieses Recht verteidigen wir. Eine Geringschätzung oder Missachtung Andersgläubiger oder Nichtgläubiger findet in unserem Haus nicht statt.

  • Mit Sorge sehen wir antisemitische und rassistische Übergriffe auf Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir lehnen dies entschieden ab und ergreifen Maßnahmen zum Schutz unserer Gäste. Rassisten sind in unserem Haus nicht willkommen.

  • Die Einhaltung von Menschenrechten ist uns auch innerhalb der Warenkette ein Herzensanliegen. Produkte aus Asien, Afrika und Lateinamerika werden nur dann gekauft, wenn sie ein anerkanntes Siegel tragen, das ausweist, dass das Produkt den Menschenrechten nach UN Konventionen, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der UN Kinderrechtskonvention entspricht.

  • Unsere Überzeugung, dass alle Menschen vor Gott gleichen Wert besitzen, spiegelt sich auch darin, dass in unserer MitarbeiterInnenschaft Menschen mit Beeinträchtigungen willkommen sind. Wir bemühen uns um Integration und Gleichstellung im Betrieb.

„Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Aber wir sehen mit Schrecken, dass die Güter der Erde ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert, ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen ausgebeutet werden.

Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. In Verantwortung vor Gott müssen wir gemeinsam Kriterien dafür geltend machen und weiter entwickeln, was die Menschen zwar wissenschaftlich und echnologisch machen können, aber ethisch nicht machen dürfen. In jedem Fall muss die einmalige Würde jedes Menschen den Vorrang vor dem technisch Machbaren haben.“

(aus „Charta Oecumenica“ vom 22.4.2001, III/9)

  • Wir fördern und schaffen schöpfungsgerechte und gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Unser Tun oder Lassen ist darauf ausgerichtet, unsere ökologische und kulturelle Mitwelt zu erhalten.

  • Es ist uns Verpflichtung, durch unser Tun oder Lassen einen Lebensstil zu unterstützen, bei dem wir gegen das Diktat von Konsumzwängen und ökonomischem Druck Wert auf verantwortbare und nachhaltige Lebensqualität legen. Wir sind überzeugt, dass ein anderes, dem Leben auch der kommenden Generationen zugewandtes Wirtschaften dringend erforderlich ist. Diese Haltung ist auch Grundlage bei der Auswahl und der Entscheidung für oder gegen die Zusammenarbeit mit möglichen Partnern (sog. Stakeholdern).

  • Die MitarbeiterInnen unseres Hauses, sowie deren Gesundheit, Arbeitsfreude und Kompetenz sind unser größtes Potenzial. Wir achten auf die Erfüllung von ArbeitnehmerInnenrechten, wie MitarbeiterInnengehälter nach Tarif, ermöglichen einer ArbeitnehmerInnenvertretung, Arbeitssicherheit nach geltenden Verordnungen, Fortbildungen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Respekt vor MitarbeiterInnen anderer Nationalität und Religion, gleiche Aufstiegschancen und Entlohnung im Betrieb für Frau und Mann.

  • Uns ist nachhaltiges Wirtschaften wichtig. Wir suchen bei allen Planungen diejenigen Wege, welche am nachhaltigsten sind. Deshalb achten wir z.B. bei Neubau, Renovierung und Ausstattung der Räume auf umweltfreundliche Materialien und sinnvollen Einsatz von materiellen und immateriellen Gütern.

  • Der sinnvolle Umgang mit Ressourcen wie Energie und Wasser ist uns in Blick auf nachkommende Generationen Verpflichtung. Wir sehen die begrenzte Regenerierungsfähigkeit der Ökosysteme und die Endlichkeit an Vorräten wie Erdöl oder Erdgas. Wir achten auf ein dauerhaft umweltgerechtes Wirtschaften. Wir verwenden umweltverträgliche Verbrauchsmaterialien und reduzieren bzw. vermeiden Abfall.

  • Wir unterstützen regionale Warenkreisläufe und örtliche Handwerksbetriebe. Bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen achten wir auf kurze Versorgungswege.

  • Die Mitarbeitenden der Familienerholungs- und Tagungsstätte Sulzbürg verpflichten sich zur Einhaltung und Übererfüllung geltender Gesetze und staatlichen Vorschriften, Einhaltung von Tierschutzrichtlinien, Ausschluss von genetisch veränderten Nahrungsmitteln, sowie zur stetigen Verringerung bzw. Verhütung von Umweltbelastungen.