Aufbruch und Neubeginn

Einführend zeigte die bekannte Buchautorin und Märchenerzählerin Helga Volkmann an vielen Beispielen, dass "echte" Märchen Aufbrüche und Veränderungen zum Hauptthema haben. Jemand zieht aus, verläßt den sicheren Heimatort und stellt sich den Herausforderungen des Lebens. Im Vertrauen auf helfende Kräfte und auf die Macht der eigenen Wünsche finden Helden und Heldinnen ihr Glück. Märchen sind Mutmach-Geschichten. Mit starken Bildern helfen sie, die Angst vor dem Unbekannten zu zügeln. So werden Aufbrüche und Veränderungen im Leben denk- und machbar. Am Beispiel eines von der Referentin erzählten kaukasischen Märchens arbeiteten die Teilnehmerinnen solche Wandlungsprozesse heraus. 

Im nächsten Schritt überlegten die Frauen gemeinsam mit der Dipl.-Psychologin und Paarberaterin Rosemarie Landleiter, welche eigenen Erfahrungen sie beim Verlassen der eingefahrenen Wege gemacht haben, welche Stolpersteine zu überwinden sind und welche Strategien entwickelt wurden. Wie hilfreich sind Vorbilder und Freunde? Welche inneren Haltungen, wie Neugier und klare Wünsche ("Visualisieren"),  Achtsamkeit und Geduld können wegweisend für das Öffnen von Türen ins Unbekannte sein? Immer wieder Innehalten und und Sich-Zeit-nehmen sind gerade in Übergangszeiten wichtig: "Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu." (Ödön von Horvath)

Nach einem vegetarischen Mittagessen zeigte die Heilpraktikerin und Kosmetikerin Rita Kresser theoretisch und praktisch, wie auch in unserer Selbstdarstellung natürliche Schönheit zur Geltung gebracht werden kann. Die Haut, das größte Organ des menschlichen Körpers, spiegelt die Wechselwirkungen von innerer Befindlichkeit und äußerem Ausdruck, von genetischen Dispositionen und Umwelteinflüssen besonders deutlich. Die Haut zu pflegen ist ein wichtiger und richtiger Weg zum Erhalt unserer natürlichen Schönheit. Demonstrationen und ein intensives Gespräch über Kosmetik leiteten über zu einer vergnügten Kaffeerunde.